ITALIEN, ECOMONDO 2026: KREISLAUFWIRTSCHAFT - ANGETRIEBEN DURCH INNOVATION UND INTERNATIONALE ZUSAMMENARBEIT

01.10.2026

RIMINI, Italien, 1. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die Ecomondo 2026, die von der Italian Exhibition Group (IEG) organisierte internationale Fachmesse für Kreislauf- und regenerative Wirtschaft, findet vom 3. bis 6. November zum 29. Mal im Rimini Expo Centre statt.

Professor Fabio Fava, Chairman of Ecomondo’s Scientific Technical Committee, and Alessandra Astolfi, Ecomondo's Director

„Wir erwarten rund 1.800 ausstellende Marken, darunter 10 % mehr internationale Aussteller, auf einer Fläche von 169.000 Quadratmetern in 30 Messehallen", sagte Alessandra Astolfi, Veranstaltungsleiterin der. Dank der Unterstützung des italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit (MAECI) und der Italienischen Handelsagentur (ICE) werden mehr als 1.000 eingeladene Einkäufer aus aller Welt an der Veranstaltung teilnehmen.

Im Rahmen der Veranstaltung wird ein umfassendes Konferenzprogramm angeboten, das von dem Internationalen Technisch-Wissenschaftlichen Ausschuss von Ecomondo unter dem Vorsitz von Professor Fabio Fava in Zusammenarbeit mit führenden Partnern aus Institutionen und der Industrie organisiert wird. Im Rahmen von mehr als 70 Konferenzen und Veranstaltungen werden europäische Politik, Innovation, Forschung und internationale Zusammenarbeit thematisiert, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Mittelmeerraum und Afrika liegt.

Den Auftakt des Programms bilden die Generalstände der Grünen Wirtschaft (3.–4. November), die von der Stiftung für nachhaltige Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit organisiert und vom Nationalen Rat für die Grüne Wirtschaft gefördert werden.

Ein Schwerpunkt wird das europäische Gesetz zur Kreislaufwirtschaft sein, einschließlich Diskussionen über dessen Auswirkungen auf die Verpackungs- und Abfallwirtschaft, die jeweils gemeinsam mit CONAI und UTILITALIA organisiert werden. Der Textilsektor, eine strategische Säule des Übergangs Europas zur Kreislaufwirtschaft, wird zudem durch ein spezielles Programm, das von der Textil-Arbeitsgruppe von Ecomondo entwickelt wurde, eine herausragende Rolle spielen.

Zu den weiteren Themen zählen gesunde und kreislauforientierte Städte, Papierrecycling, Bodensanierung, regenerative Bioökonomie, Bioenergie, Wasserwirtschaft und die „Blue Economy". In Zusammenarbeit mit Comieco und Nomisma wird Ecomondo zudem eine Bewertung der ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile vorstellen, die durch NRRP-finanzierte Projekte im Bereich des Papierrecyclings erzielt werden.

Die internationale Zusammenarbeit bleibt ein zentrales Thema, insbesondere mit Afrika und den Mittelmeerländern. Zu den Höhepunkten zählt das 6. Africa Green Growth Forum, das gemeinsam mit der Task Force zur Umsetzung des italienischen Mattei-Plans, Confindustria Assafrica & Mediterraneo und RES4Africa organisiert wird.

Auf dem Programm stehen außerdem Themen wie nachhaltige Finanzwirtschaft, ESG-Strategien, Risikomanagement, Anlagemodelle und Innovationsfinanzierung sowie Veranstaltungen zu politischen Strategien, regulatorischen Rahmenbedingungen, Forschung und technologischer Entwicklung.

Das laufend aktualisierte Konferenzprogramm ist auf der offiziellen Ecomondo-Website hier unter verfügbar.

 

Italian Exhibition Group (IEG) logo

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AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.