Donghai aus China präsentiert auf der Mailänder Modewoche Kristall- und handgefertigte Klebe-Nägel

24.09.2026

MAILAND, 24. September 2026 /PRNewswire/ -- Der Landkreis Donghai präsentierte am 23. September in Mailand seine Kristall- und handgefertigte Kunstnagelindustrie im Rahmen eines Treffens von Designern, Unternehmen und Vertretern der Kulturbranche. Die Veranstaltung, die unter dem Motto „Kristall strahlt über die ganze Welt, Handel verbindet die Zukunft" steht, fällt mit dem 10. Jahrestag der Ernennung von Donghai zur „Welthauptstadt des Kristalls" durch die UNESCO zusammen. Es bietet den Designern des Landkreises die Möglichkeit, Kontakte innerhalb der internationalen Modeszene zu knüpfen und neue Märkte zu erschließen.

Kristall ist seit langem ein fester Bestandteil der Identität von Donghai; handgefertigte Kunstnägel sind zu einem weiteren charakteristischen lokalen Handwerksprodukt geworden. Der Handel mit Kristallen belief sich im Jahr 2025 auf über 60,6 Milliarden Yuan. Der Landkreis produzierte zudem mehr als 300 Millionen Paar Klebe-Nägel – über 70 % der Gesamtproduktion Chinas – mit einem Jahresumsatz von 15 Milliarden Yuan. Die Produkte des Unternehmens wurden in mehr als 30 Länder und Regionen geliefert.

Zur Eröffnung versammelten sich rund 60 Gäste, darunter Geng Xiewi, Wirtschafts- und Handelsattaché des chinesischen Generalkonsulats in Mailand; Marco Griguolo, Stadtrat für Infrastruktur der Metropolitanstadt Mailand; Guo Mingzhou, stellvertretender Leiter des Landkreises Donghai; Stefano Di Marino, Botschafter der chinesisch-italienischen Freundschaft; sowie Vertreter der Vereinigung zur Förderung der wirtschaftlichen und geschäftlichen Beziehungen zwischen Italien und China (ASEIIC), der chinesischen Handelskammer in Italien, von Modeunternehmen, Einkäufern, Designschulen und den Medien.

Im Rahmen der Veranstaltung stellte die Jiangsu Donghai Crystal Industry Development Group Co., Ltd. eine Initiative vor, die internationale Designer und andere Kreative mit den Herstellern von Kristallen und Kunstnägeln aus Donghai zusammenbringen soll. Es wurden neue Produkte aus den Bereichen Kristall- und Kunstnägel vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit italienischen Designern entstanden sind und chinesische sowie italienische Designelemente in Stücken vereinen, die die Besucher aus erster Hand bewundern konnten.

Die Besucher konnten zudem eine offene Ausstellung mit Kristallartikeln und Kunstnägeln der Unternehmen Jiangsu Jingcheng Shangjia Press-On Nails Co., Ltd., Donghai Jingyun Fuli Culture Co., Ltd., Donghai Ji Ming Yang Culture Development Co., Ltd., Jiangsu Jingyiyi Supply Chain Management Co., Ltd. sowie der Lianyungang Yuenuo Beauty Co., Ltd.

Mit seiner Tradition in der Kristallherstellung und seiner florierenden Branche für handgefertigte Kunstnägel brachte Donghai zwei Ausdrucksformen lokaler Kreativität nach Mailand – und öffnete damit die Tür für neue Kooperationen mit der internationalen Modewelt.

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AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.