Die Smart Payment Association warnt vor zunehmendem Druck auf die Zahlungskartenbranche durch die Lieferkette

06.10.2026

Die durch KI getriebene Nachfrage nach Halbleitern, geopolitische Instabilität und steigende Rohstoffkosten gefährden die Verfügbarkeit von Chips für die globale Zahlungskartenbranche

MÜNCHEN, 6. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Die Smart Payment Association (SPA), der Branchenverband der Karten- und Mobilzahlungsbranche, hat heute ein Positionspapier veröffentlicht, in dem sie davor warnt, dass die sich verschärfenden globalen Spannungen in der Lieferkette die Verfügbarkeit von Zahlungskarten weltweit zunehmend unter Druck setzen.

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In dem Beitrag werden zwei sich verstärkende Kräfte identifiziert, die die Lieferkette im Zahlungskartenbereich neu gestalten: Halbleiterfertiger räumen Kapazitäten für KI-gestützte Anwendungen und Rechenzentren zunehmend Vorrang vor ausgereiften Fertigungsknoten ein, und anhaltende geopolitische Instabilität beeinträchtigt die Versorgung mit Schlüsselkomponenten und -materialien für Zahlungskarten, insbesondere Edelmetallen und PVC.

Zahlungskartenchips basieren auf ausgereiften Strukturbreiten von 28 nm und mehr. Zwar wird nicht erwartet, dass die KI ihre Technologie-Roadmap verändern wird, doch die stark steigende Nachfrage im KI-Bereich führt zu einem erhöhten Bedarf an Fertigungskapazitäten, auf die diese Chips angewiesen sind. Gold und andere Edelmetalle, die in EMV-Chipkomponenten und elektrischen Kontakten verwendet werden, sind ebenfalls einem anhaltenden Versorgungsdruck ausgesetzt, der auf geopolitische Spannungen zurückzuführen ist und durch Kapazitätsengpässe auf den Handelsrouten noch verschärft wird.

Angesichts der Vernetzung globaler Lieferketten ergreifen die Hersteller von Zahlungskarten bereits individuell Maßnahmen, um eine ähnliche Chipknappheit wie nach der Covid-19-Pandemie zu vermeiden. Da Halbleiter-Foundries jedoch von zunehmenden Kapazitätsengpässen berichten, sind die Hersteller zunehmend gezwungen, alternative Lieferanten für die Herstellung von Zahlungskartenchips zu prüfen und auf diese umzustellen – ein Prozess, der erheblichen Zeit-, Ressourcen- und technischen Aufwand erfordert.

Um diese Risiken zu mindern, fordert die SPA die Kartenaussteller nachdrücklich auf, ihren Herstellern so früh wie möglich genaue Nachfrageprognosen mitzuteilen, erwartete Änderungen beim Volumen oder beim Produktmix umgehend zu kommunizieren und Rahmenaufträge sowie die langfristige Planung frühzeitig aufeinander abzustimmen. Dies wird es den Herstellern laut SPA ermöglichen, Kapazitäten zu sichern und effektiver mit Halbleiterlieferanten zusammenzuarbeiten.

Die SPA wird die Marktentwicklung weiterhin beobachten und bei sich ändernden Rahmenbedingungen zeitnah über den aktuellen Stand informieren.

Das vollständige Positionspapier ist unter www.smartpaymentassociation.com verfügbar.

Über die Smart Payment Association (SPA)

Die Smart Payment Association (SPA) ist der Branchenverband der Karten- und Mobilzahlungsbranche. Sie fördert Innovation, Sicherheit und Interoperabilität von Zahlungsinstrumenten und arbeitet im Namen ihrer Mitglieder mit Regulierungsbehörden und Normungsgremien zusammen.

 

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Deutsche Bischöfe beenden Beratungen zu Demokratie, Missbrauchsaufarbeitung und Laienbeteiligung

08.10.2026

Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusspressekonferenz endet an diesem Donnerstag in Fulda die Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Unter der Leitung ihres neuen Vorsitzenden, des Münsteraner Bischofs Heiner Wilmer, haben die katholischen Bischöfe seit Montag eine Vielzahl gesellschafts- und kirchenpolitischer Themen beraten. Auf der Agenda standen Fragen der demokratischen Kultur in Deutschland, die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs, ethische Konfliktfelder wie Leihmutterschaft sowie der Umgang mit neuer Technologie wie Künstlicher Intelligenz. Hinzu kamen innerkirchliche Schwerpunkte wie die Entwicklung der Erwachsenentaufen, die Mitwirkung von Laien und der Einsatz in sozialen Medien.

Deutlich positionierten sich die Bischöfe zum politischen Klima im Land. Wilmer warnte mit Blick auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD in Sachsen-Anhalt vor einem „Paradigmenwechsel“. Die Partei stelle die Grundwerte des gesellschaftlichen Zusammenlebens infrage und wolle „ein anderes Deutschland“, sagte der Vorsitzende zum Abschluss der Beratungen. Besonders kritisch sehen die Bischöfe, dass einige Positionen der AfD aus ihrer Sicht mit dem christlichen Glauben und dem zugrunde liegenden Gottes- und Menschenbild nicht vereinbar seien.

Der DBK-Vorsitzende stellte sich demonstrativ hinter den Magdeburger Bischof Gerhard Feige und das Bistum Magdeburg, vor allem mit Blick auf Spekulationen über mögliche Folgen einer AfD-geführten Landesregierung. Diskutiert wird in diesem Zusammenhang, ob etwa der Einzug der Kirchensteuer zur Disposition stehen könnte. Die Kirche müsse „mit allem rechnen“ und stelle sich so auf, „dass wenn große Erschütterungen kommen sollten, wir gewappnet sind“, betonte Wilmer. Es dürfe nicht sein, dass ein Bistum durch politische Weichenstellungen im Nachteil sei.

Die Bischöfe sehen sich zugleich mit einem Stimmungsumschwung in Teilen ihrer eigenen Basis konfrontiert. Nach Aussage Wilm ers ist es „erschreckend“, wenn rund 30 Prozent der Katholikinnen und Katholiken in Ostdeutschland die AfD wählen, die in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Als Antwort auf wachsenden Antisemitismus und gesellschaftliche Polarisierung verweist die Bischofskonferenz auf die jüdisch-christliche Tradition, auf Menschenwürde und Solidarität. Auftrag der Kirche sei es, mit den Menschen zu reden, ihnen zuzuhören und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Neben der politischen Lage blieb die Kirche bei der Vollversammlung auch mit eigenen Reform- und Krisenthemen befasst. Die Bischöfe berieten über weitere Schritte bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und diskutierten, wie Laien stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt werden können. Zudem rückten neue Handlungsfelder in den Blick: Die wachsende Bedeutung von Social Media und der Einsatz Künstlicher Intelligenz in Pastoral und Verwaltung werfen für die Kirche Fragen nach Verantwortung, Transparenz und ethischen Leitplanken auf. Die Beschlüsse und Leitlinien der Konferenz sollen in den kommenden Monaten in den Diözesen konkretisiert werden.