Simcere Zaiming schließt exklusive Lizenzvereinbarung mit Roche über die weltweite Entwicklung von SIM0660

02.09.2026

NANJING, China,/PRNewswire/ -- Simcere Zaiming, eine Tochtergesellschaft der Simcere Pharmaceutical Group (2096.HK), gab heute bekannt, dass sie mit Roche eine exklusive weltweite Lizenzvereinbarung über die Entwicklung und Vermarktung von SIM0660 geschlossen hat, einem trispezifischen Antikörper, der gegen CD79a, CD19 und CD3 gerichtet ist und therapeutisches Potenzial bei B-Zell-vermittelten Erkrankungen aufweist.

Gemäß den Vertragsbedingungen erwirbt Roche die exklusiven weltweiten Rechte zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von SIM0660. Simcere Zaiming hat Anspruch auf Zahlungen in Höhe von insgesamt bis zu 1,530 Milliarden US-Dollar, einschließlich einer Vorabzahlung von 75 Millionen US-Dollar. Simcere Zaiming hat zudem Anspruch auf gestaffelte Lizenzgebühren in zweistelliger Höhe auf zukünftige Nettoumsätze.

SIM0660 ist ein trispezifischer Antikörper, der von Simcere Zaiming unter Verwendung seiner T-Zell-Engager-Technologie für polyspezifische Antikörper entwickelt wurde. Das Molekül kombiniert einen CD3-bindenden Arm mit Bindungsdomänen, die auf die beiden B-Zell-Antigene CD79a und CD19 abzielen, um eine starke T-Zell-vermittelte Zytotoxizität zu induzieren und gleichzeitig die Zytokinfreisetzung zu begrenzen. Mit seinem potenziell erstklassigen Dual-Targeting-Ansatz gegen CD79a und CD19 ist SIM0660 darauf ausgelegt, ein breites Spektrum an B-Zell-vermittelten Erkrankungen abzudecken, und könnte einen differenzierten therapeutischen Ansatz für Patienten bieten, die zuvor mit CD20- oder CD19-gerichteten Therapien behandelt wurden. Darüber hinaus verfügt SIM0660 auch über therapeutisches Potenzial bei B-Zell-vermittelten Autoimmunerkrankungen, bei denen eine gezielte Depletion pathogener B-Zellen einen klinischen Nutzen bieten könnte.

„Simcere Zaiming hat sich zum Ziel gesetzt, hochinnovative T-Zell-Engager über unsere firmeneigene TCE-Plattform zu entwickeln", sagte Renhong Tang, Vorsitzender und CEO von Simcere Zaiming. „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit Roche, um die klinische Entwicklung von SIM0660 zu beschleunigen. Durch unsere synergetische Innovation hoffen wir, Patienten weltweit bald helfen zu können."

„Diese Vereinbarung mit Simcere Zaiming spiegelt unser Engagement wider, Partnerschaften mit innovativen Unternehmen einzugehen, um neue Therapieoptionen für Patienten in Not voranzutreiben und bereitzustellen. SIM0660 stellt einen potenziellen Fortschritt für Patienten mit B-Zell-vermittelten Erkrankungen dar", sagte Boris L. Zaïtra, Leiter der Unternehmensentwicklung bei Roche.

Bis heute hat die Simcere Pharmaceutical Group sechs Auslizenzierungsgeschäfte abgeschlossen, deren potenzielle Gesamtvergütung 6,1 Milliarden US-Dollar übersteigt.

Informationen zu Simcere Zaiming

Simcere Zaiming ist ein auf Onkologie spezialisiertes biopharmazeutisches Unternehmen und eine Tochtergesellschaft der Simcere Pharmaceutical Group Limited (2096.HK). Simcere Zaiming widmet sich der Entwicklung bahnbrechender Therapien, um den ungedeckten klinischen Bedarf von Krebspatienten weltweit zu decken. Mit einer robusten und innovativen F&E-Pipeline, die sich durch einzigartige klinische Assets auszeichnet, hat Simcere Zaiming mehrere innovative Produkte in China erfolgreich auf den Markt gebracht, darunter Enzeshu, COSELA, Enweida, Endostar und Enlituo. Das Unternehmen ist entschlossen, Krebspatienten weltweit potenziell bahnbrechende Behandlungsmöglichkeiten anzubieten – durch seine internen F&E-, Produktions- und Vermarktungskapazitäten, ergänzt durch strategische Kooperationen mit führenden Partnern.

 

 

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Bayerns Grenzraum als Chancenregion: Regierung stellt Heimatstrategie 2033 vor

15.06.2026

Bayern stellt seine Heimatpolitik auf ein neues Fundament: Mit der weiterentwickelten „Heimatstrategie 2033“ will der Freistaat seine regionalen Strukturen stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt sichern und dabei vor allem den bayerisch-tschechischen Grenzraum stärker in den Blick nehmen. Finanz- und Heimatminister Albert Füracker (CSU) sieht darin eine Fortschreibung der 2014 gestarteten Heimatstrategie, die nun angesichts neuer Herausforderungen angepasst und ausgebaut werden soll. In Nürnberg präsentierte er dazu ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das sowohl Kommunen als auch engagierte Bürgerinnen und Bürger gezielt einbinden soll.

Füracker verweist darauf, dass sich in der Grenzregion zu Tschechien bereits viel getan habe, aber weiterhin erhebliches Potenzial schlummere. Dieses wolle man „gemeinsam mit den Menschen“ besser nutzen. Bayerns Erfolgsmodell beruhe auf wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und starken Regionen, aber ebenso auf sozialem Zusammenhalt, gelebten Traditionen und einem starken Ehrenamt, so der Minister. Ziel sei es, das besondere Lebensgefühl im Freistaat – in Stadt und Land – langfristig zu sichern und zugleich die Widerstandskraft der Regionen zu erhöhen.

Einen Schwerpunkt der „Heimatstrategie 2033“ legt die Staatsregierung auf Personen, die sich vor Ort in besonderer Weise engagieren. Bereits im Juni ist das Forschungsvorhaben „Heimat-Kümmerer“ gemeinsam mit der Technischen Hochschule Nürnberg angelaufen. Es soll Schlüsselpersonen identifizieren, unterstützen und vernetzen, die ihre Heimat aktiv mitgestalten. Ergänzend ist für den Herbst 2026 eine Bürgerumfrage zum Thema „Werte“ vorgesehen sowie ein „Heimat-Newsletter“, über den Informationen gebündelt und der Austausch mit der Bevölkerung ausgebaut werden sollen.

Parallel dazu sollen die Kommunen finanziell und strukturell gestärkt werden, da sie nach Fürackers Worten der zentrale Ort des Lebens und Zusammenhalts sind. Die bisherige Bilanz der seit 2014 laufenden Strategie – darunter Behördenverlagerungen, Investitionen in den Breitbandausbau oder Initiativen wie ein Dialektpreis – wertet der Minister als Beleg dafür, dass Heimatpolitik konkrete Auswirkungen auf Infrastruktur und Identität haben kann. Mit der Fortschreibung bis 2033 will die Staatsregierung diese Linie fortsetzen, bewährte Maßnahmen weiterführen und neue Initiativen starten, um Bayern als attraktiven und zukunftsfähigen Lebensraum zu positionieren.