Ribo kündigt Einreichung eines Antrags auf eine klinische Phase-2-Studie bei der EMA an und treibt damit die Entwicklung von siRNA-Therapeutika zur Behandlung thromboembolischer Erkrankungen weiter voran

28.05.2026

SUZHOU, China und MÖLNDAL, Schweden, 28. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Suzhou Ribo Life Science (Börsenkürzel 06938.HK) und Ribocure Pharmaceuticals (zusammen „Ribo") geben bekannt, dass sie bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) einen Antrag auf Durchführung einer klinischen Phase-2-Studie (CTA) für RBD1119 eingereicht haben, ein auf siRNA basierendes Therapeutikum zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK). In jüngster Zeit hat Ribo mehrere siRNA-Kandidaten parallel in den Bereichen Vorhofflimmern und venöse Thromboembolie vorangetrieben und eine weltweit führende Pipeline im Bereich der Antikoagulation und Antithrombose aufgebaut. Dieser neue Antrag für KHK stellt einen wichtigen Meilenstein in Ribos ehrgeizigem Programm zur Weiterentwicklung innovativer, auf Oligonukleotiden basierender Therapien dar, die darauf abzielen, die Ursachen thromboembolischer Erkrankungen systematisch zu bekämpfen.

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist weltweit nach wie vor eine der Hauptursachen für Morbidität und Mortalität, bedingt durch die Bildung atherosklerotischer Plaques und damit verbundene thrombotische Komplikationen wie Herzinfarkt und andere ischämische Ereignisse. Trotz des breiten Einsatzes von Standardtherapien, darunter Thrombozytenaggregationshemmer und Antikoagulanzien, besteht bei Patienten mit stabiler koronarer Herzkrankheit auch bei optimierter Behandlung weiterhin ein erhebliches Restrisiko für thrombotische Ereignisse. Die derzeitigen Therapien sind zudem durch ein erhöhtes Blutungsrisiko eingeschränkt, was ihre Intensität und ihre langfristige Anwendung bei vielen Patienten begrenzt. Folglich besteht ein erheblicher ungedeckter medizinischer Bedarf an neuartigen antithrombotischen Ansätzen, die einen wirksamen und anhaltenden Schutz vor Thrombosen bieten und gleichzeitig ein günstiges Sicherheitsprofil aufweisen, insbesondere im Hinblick auf das Blutungsrisiko.

„Wir freuen uns sehr, unsere antithrombotischen siRNA-Programme in Europa in die nächste Phase der klinischen Entwicklung zu führen. Dieser Meilenstein spiegelt unser Engagement wider, das volle Potenzial RNA-basierter Therapien auszuschöpfen, um Patienten, die derzeit nicht angemessen behandelt werden, Antikoagulanzien mit einem verbesserten Nutzen-Risiko-Profil anzubieten", sagt Dr. Anders Gabrielsen, Chief Medical Officer von Ribo.

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Nanostrukturen bis zu einem Quadratmeter: Thüringer Konsortium startet Langfristprojekt

04.05.2026

In Thüringen ist ein großangelegtes Forschungsprojekt zur nächsten Generation der Nanostrukturierung gestartet. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität Ilmenau, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena entwickeln gemeinsam eine Hochpräzisionsmaschine, die Nanostrukturen auf Flächen von bis zu einem Quadratmeter erzeugen und vermessen soll. Die geplante 3D-Nanolithographie- und Nanomessmaschine (3D-NLM) soll dabei eine Positionierungsgenauigkeit erreichen, die kleiner ist als ein Atom. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt die erste Projektphase bis 2027 im Rahmen des Programms „Neue Geräte für die Forschung“ mit vier Millionen Euro.

Mit dem Vorhaben zielt das Konsortium auf eine Größenordnung, die bestehende Anlagen deutlich übertrifft. Bisher lassen sich hochpräzise Nanostrukturen auf photonischen Bauteilen nach Angaben der Projektbeteiligten nur bis zu einem Durchmesser von etwa 30 Zentimetern zuverlässig herstellen. Die neue Anlage soll Bearbeitungen und Messungen von Bauteilen mit Kantenlängen von bis zu einem Meter ermöglichen – und damit eine mehr als dreifache Vergrößerung der nutzbaren Fläche erschließen. Die Entwicklungsarbeiten an der Maschine sind angelaufen; das Gesamtprojekt ist in drei Phasen bis 2032 angelegt.

Nanostrukturen gelten seit rund zwei Jahrzehnten als Schlüsseltechnologie, weil sie Licht gezielt beeinflussen können, indem sie dessen Wellenlänge und Ausbreitung steuern. Solche Strukturen finden sich bereits heute in großflächigen Bauteilen, etwa in Displays moderner Fernsehgeräte, die auf Nanotechnologie basieren. Nach Einschätzung der Forscherinnen und Forscher reicht die Genauigkeit bestehender industrieller Lösungen jedoch nicht aus, um künftige Anforderungen in zentralen wissenschaftlichen und technologischen Anwendungsfeldern zu erfüllen.

Die in Thüringen entstehende 3D-NLM soll genau diese Lücke adressieren. Perspektivisch könnte die Maschine zur Fertigung und Charakterisierung elektronischer und photonischer Schaltkreise ebenso eingesetzt werden wie zur Herstellung von Hochleistungsoptiken für die Erdbeobachtung. Auch in der Energieforschung sehen die Projektpartner potenzielle Einsatzfelder. Durch die Kombination aus großflächiger Bearbeitung und atomnaher Präzision erhoffen sich die Beteiligten einen technologischen Sprung, der sowohl der Grundlagenforschung als auch der Entwicklung neuer Komponenten in der Optik- und Elektronikindustrie zugutekommen könnte.