Kibar Americas feiert die feierliche Eröffnung des Fairmont-Aluminiumwerks

15.09.2026

FAIRMONT, West Virginia, 15. September 2026 /PRNewswire/ -- Kibar Americas feierte heute die feierliche Eröffnung seines Aluminiumwerks in Fairmont, West Virginia, und markierte damit einen bedeutenden Meilenstein bei der Expansion des Unternehmens in die US-amerikanische Fertigungsindustrie. Das Unternehmen Kibar Americas mit Hauptsitz in Chicago hat die Anlage Anfang dieses Jahres erworben.

Fairmont Grand Opening

An der Eröffnungsfeier nahmen Regierungsvertreter, Kunden, Lieferanten, Branchenvertreter, Vertreter der Stadt und der Gemeinde, Medienvertreter sowie Mitarbeiter teil, um die Eröffnung der Anlage und den Beginn eines neuen Kapitels für das Unternehmen zu feiern.

Die Veranstaltung unterstrich das Engagement von Kibar Americas, die amerikanische Fertigungsindustrie zu unterstützen, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und zur wirtschaftlichen Dynamik von Fairmont sowie zur Gesamtwirtschaft von West Virginia beizutragen.

„Der heutige Tag ist ein wichtiger Meilenstein für Kibar Americas", sagte Derek Keddy, Präsident des Geschäftsbereichs „Rolling" für Nordamerika bei Kibar Americas. „Wir sind stolz darauf, Teil der Fairmont-Gemeinschaft zu werden und eine Produktionspräsenz aufzubauen, die es uns ermöglicht, unsere Kunden noch effektiver zu bedienen und gleichzeitig langfristigen Mehrwert für unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner und die Region zu schaffen."

„Die Investition in das Fairmont ist ein Eckpfeiler der langfristigen Wachstumsstrategie von Kibar Americas in Nordamerika", sagte Atilla Çetinel, COO von Kibar Americas. „Mit dieser Anlage ergänzen wir unsere etablierte Vertriebs- und Handelspräsenz um lokale Produktionskapazitäten, wodurch wir näher an unsere Kunden heranrücken und besser auf deren Bedürfnisse eingehen können. „Unser Fokus liegt weiterhin darauf, die Qualität, Zuverlässigkeit und den Service zu bieten, die unsere Kunden erwarten, und gleichzeitig weiterhin in unsere Mitarbeiter und unsere Betriebsabläufe zu investieren."

Kibar Americas hat den Produktionsbetrieb in seinem Werk in Fairmont aufgenommen, wo Aluminiumprodukte für die Bereiche Klimatechnik, Verpackung, Automobilindustrie und Industrie hergestellt werden sollen.

„Die Investition in Fairmont ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie der Assan Alüminyum Group, ihre Produktionspräsenz zu diversifizieren und Kapazitäten näher an den Kunden in Schlüsselmärkten aufzubauen", sagte Göksal Güngör, Geschäftsführer der Assan Alüminyum Group. „Durch die Bündelung unserer starken Kompetenzen in den Bereichen Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Nachhaltigkeit in Europa mit der Produktionspräsenz von Kibar Americas in Nordamerika stärken wir unsere globale Plattform und schaffen eine ausgewogenere und widerstandsfähigere Grundlage für zukünftiges Wachstum."

Mit Blick auf die Zukunft plant Kibar Americas, seine Aktivitäten in Fairmont weiter auszubauen, seine Position als Aluminiumfolienhersteller von Weltklasse zu festigen und künftige Wachstumschancen zu nutzen, die langfristigen Mehrwert für das Unternehmen und die Gemeinden schaffen, in denen es tätig ist.

Fairmont Grand Opening

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/kibar-americas-feiert-die-feierliche-eroffnung-des-fairmont-aluminiumwerks-302878907.html

AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.