SEOUL, Südkorea, 7. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Hyundai Mobis (KRX 012330) hat nach seinem leistungsstarken 250-Kilowatt-(kW)-Power-Electric-(PE)-System erfolgreich ein 160-kW-PE-System für universelle Anwendungen entwickelt. Darüber hinaus plant Hyundai Mobis, bis zur ersten Jahreshälfte die Entwicklung eines 120-kW-PE-Systems für kompakte Mobilitätsfahrzeuge abzuschließen. Damit entsteht eine komplette Antriebssystem-Produktpalette für sämtliche Elektrofahrzeugtypen, wodurch gleichzeitig die globale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens im Bereich Elektrifizierungskomponenten weiter gestärkt werden soll.

Während Hyundai Mobis bislang PE-Systeme hauptsächlich auftragsbasiert für Kunden in Serienproduktion gefertigt hatte, verfügt das Unternehmen nun dank eigener Forschungs- und Entwicklungsarbeit über die Designkompetenz für sämtliche Kernkomponenten eines PE-Systems und präsentiert nun eigene Antriebsmodelle. Das PE-System gilt als zentrale Fahrzeugkomponente und entspricht dem Antriebsstrang eines Verbrennungsmotors. Es besteht aus Motor, Inverter und Untersetzungsgetriebe.
Bei der Entwicklung des eigenen PE-Systemmodells konzentrierte sich Hyundai Mobis insbesondere auf die Standardisierung und Modularisierung zentraler Komponenten. Dazu gehören unter anderem der Stator des Antriebsmotors, der Inverter sowie das Power-Modul, das mehrere Leistungshalbleiter integriert.
Dieses standardisierte Systemmodell bietet hohe Skalierbarkeit, da es sich plattformartig auf verschiedene Fahrzeugtypen anwenden lässt. Dieser Ansatz ist effizienter als die Entwicklung eines neuen Antriebssystems für jedes einzelne Fahrzeugmodell. Angesichts der steigenden Zahl an Elektrofahrzeugmodellen wird dieser Ansatz künftig Vorteile für die Großserienproduktion bieten. Er unterscheidet sich zudem vom bisherigen Vorgehen globaler Automobilhersteller, die gemeinsam mit einzelnen Zulieferern Komponenten entwickelten und daraus PE-Systeme zusammensetzten.
Hyundai Mobis plant, das auf diese Weise entwickelte PE-System aktiv globalen Kunden anzubieten. Berichten zufolge haben bereits mehrere internationale Kunden großes Interesse gezeigt. Während Hyundai Mobis zuvor bereits Aufträge für Batteriesysteme von globalen Kunden sichern konnte, erweitert das Unternehmen mit dieser Entwicklung sein Elektrifizierungsportfolio nun auch auf den Antriebsbereich. Darüber hinaus erwartet das Unternehmen eine verbesserte Profitabilität, da sowohl Entwicklung als auch Serienproduktion intern abgedeckt werden können.
Das von Hyundai Mobis entwickelte PE-System verfügt über eine maximale Leistung von 160 Kilowatt, was etwa 215 PS bei einem Verbrennungsmotor entspricht. Dieses Leistungsniveau eignet sich für die meisten derzeit produzierten Elektrofahrzeuge. Werden zwei PE-Systeme an Vorder- und Hinterachse verbaut, verdoppelt sich die maximale Leistung entsprechend.
Obwohl das PE-System als universelles Modell entwickelt wurde, konnte Hyundai Mobis die Leistungsfähigkeit weiter steigern. Die spezifische Leistung, also die Leistung pro Gewichtseinheit, wurde um rund 16 % erhöht, während das Gesamtvolumen des Systems um nahezu 20 % reduziert wurde. Möglich wurde dies durch den umfassenden Einsatz modularer Designtechnologien und standardisierter Komponenten. Darüber hinaus optimierte das Unternehmen die Motorstruktur durch neue Kühltechnologien und entwickelte ein Power-Modul mit energieeffizienten Leistungshalbleitern.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Hyundai Mobis die Entwicklung eines hocheffizienten und leistungsstarken 250-kW-PE-Systems abgeschlossen.
Das Unternehmen verfolgte dabei erfolgreich das Ziel, ein Hochleistungsprodukt zu entwickeln, das sich in Bereichen wie Maximalleistung, Motordrehmoment und Kühlstruktur Wettbewerbsvorteile sichert.
Nach den 160-kW- und 250-kW-PE-Systemen plant Hyundai Mobis, innerhalb der ersten Jahreshälfte auch die Entwicklung eines 120-kW-PE-Systems für kompakte Fahrzeuge abzuschließen. Dieses Modell zeichnet sich im Vergleich zu den anderen Varianten durch geringere Größe und geringeres Gewicht aus und bietet zugleich eine hohe Preiswettbewerbsfähigkeit für Schwellenmärkte.
Damit wird Hyundai Mobis über eine vollständige Produktpalette von Antriebssystemen verfügen — von kleinen Mobilitätslösungen bis hin zu Hochleistungsfahrzeugen. Dies ermöglicht es dem Unternehmen nicht nur, unterschiedliche Kundenanforderungen zu erfüllen, sondern auch eine differenzierte Produktstrategie je nach Einsatzzweck umzusetzen.
Pressekontakt
Choon Kee Hwang : ckhwang@mobis.com
Jihyun Han : jihyun.han@mobis.com
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Thyssenkrupp zieht beim geplanten Verkauf seiner Stahlsparte an den indischen Konkurrenten Jindal vorerst die Reißleine. Beide Unternehmen haben vereinbart, die seit September laufenden Gespräche auszusetzen. Nach Angaben des Essener Industriekonzerns soll die Neuaufstellung von Thyssenkrupp Steel nun aus eigener Kraft konsequent weiterverfolgt werden. Konzernchef Miguel López betonte, die Voraussetzungen für eine profitable Fortführung des Geschäfts seien „so gut wie lange nicht mehr“.
Im Hintergrund steht ein deutlicher Stimmungsumschwung im europäischen Stahlsektor. Thyssenkrupp verweist auf „große Fortschritte bei der Neuausrichtung“ des Segments und ein deutlich verbessertes Umfeld. Die Europäische Union habe die Bedeutung der Stahlproduktion für die Resilienz industrieller Wertschöpfungsketten erkannt und den Willen bekundet, die europäische Stahlindustrie stärker gegen globale Überkapazitäten und Dumping abzuschirmen. Zudem will Brüssel die Umstellung auf eine klimafreundliche Stahlproduktion weiter unterstützen.
Auch operativ hat sich die Lage bei Thyssenkrupp Steel zuletzt aufgehellt. Die Sparte, historischer Kern des Ruhrkonzerns, legte im laufenden Geschäft zu. Parallel läuft jedoch ein tiefgreifender Umbau: Zur Sanierung des Bereichs sollen in den kommenden Jahren bis zu 11.000 der rund 26.000 Stellen gestrichen oder ausgelagert werden. López hatte bereits zuvor erklärt, je erfolgreicher die Neuausrichtung umgesetzt werde, desto attraktiver werde das Stahlgeschäft für Kapitalmarkt und Investoren – „ob mit oder ohne Jindal“.
Der vorläufige Verkaufsstopp bedeutet keinen endgültigen Verbleib der Stahlsparte im Konzern. Mittelfristig hält Thyssenkrupp an dem Ziel fest, sich vom Stahlgeschäft zu trennen. Gewerkschaften wie die IG Metall drängen derweil auf Klarheit und fordern ein Ende der Verkaufsüberlegungen ohne „Hintertür“. Sie verlangen Gespräche über ein Modell, mit dem sich der Stahlbereich eigenständig und aus eigener Kraft verselbstständigen könnte. Während frühere Versuche für einen Verkauf, ein Joint Venture oder einen Börsengang gescheitert sind, setzt das Management nun darauf, den Wert des Bereichs vor einem möglichen nächsten Schritt weiter zu steigern.