Die Dynamik der 41. Handelsmesse Indonesien fördert Exporte und steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte

16.10.2026

JAKARTA, Indonesien, 16. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Trade Expo Indonesia (TEI) 2026, Indonesiens größte internationale Handelsmesse, organisiert von Debindo (PT Debindomulti Adhiswasti), wurde auf der Indonesia Convention Exhibition (ICE) BSD City, Tangerang eröffnet. Die vom Handelsministerium organisierte fünftägige Veranstaltung findet bis zum 18. Oktober unter dem Motto „Der ultimative Knotenpunkt für globale Beschaffung" statt.

Government officials and industry representatives attend the opening ceremony of the 41st Trade Expo Indonesia (TEI) 2026 in Jakarta, Indonesia, on 14 October 2026.

Die Veranstaltung, die im Namen von Präsident Prabowo Subianto vom Koordinierungsminister für Downstreaming und Energiewende, Bahlil Lahadalia, eröffnet wurde, hebt Downstreaming und Industrialisierung als Triebkräfte für höherwertige Exporte und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit hervor. „Die Weiterverarbeitung nachgelagerter Prozesse ist der Schlüssel zur Steigerung der Wertschöpfung der indonesischen Bodenschätze und zur Stärkung der nationalen wirtschaftlichen Selbstständigkeit", sagte er.

Laut Handelsminister Budi Santoso hatte die TEI 2026 bis zum Eröffnungstag Käufer aus 134 Ländern und 1.873 Aussteller registriert. Ziel sind 30.000 Besucher und ein potenzielles Transaktionsvolumen von 17,5 Milliarden US-Dollar; am ersten Tag sollen 168 Absichtserklärungen (MoUs) zwischen indonesischen Exporteuren und Käufern aus 22 Ländern unterzeichnet werden.

TEI verbindet indonesische Unternehmen mit globalen Käufern und präsentiert Lebensmittel und Getränke, Agrar- und Industrieprodukte, Mode und Kunsthandwerk, Möbel und Wohnaccessoires sowie Industriegebiete für Investoren – von Konsumgütern bis hin zu Investitionsmöglichkeiten in allen Sektoren des Landes. Es fördert die Prioritäten des Ministeriums – Sicherung des Inlandsmarktes, Erweiterung der Exportmärkte und Übergang vom Lokalen zum Globalen – indem es lokale Produkte stärkt und mehr Unternehmen zum Export anregt.

„Im Einklang mit den Anweisungen des Präsidenten führen wir weiterhin Handelsverhandlungen mit verschiedenen Ländern und Regionen, um Exportmärkte zu erschließen. Bisher wurden 25 Handelsabkommen umgesetzt, 13 weitere befinden sich in Verhandlung", sagte Budi.

Das Ministerium unterstützt die Exporte von Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben durch Geschäftsanbahnung, die von 46 indonesischen Handelsvertretungen in 33 Ländern vermittelt wird. Desa BISA Ekspor entwickelt Dorfprodukte für den Export, während Partnerschaften mit dem inländischen Einzelhandel den Absatz vor Ort unterstützen. Campuspreneur arbeitet mit 25 Universitäten zusammen, um Studenten zu ermutigen, Unternehmen zu gründen und Exporte anzustreben. Der Koordinierungsminister für Ernährung, Zulkifli Hasan, hob die Chancen auf unkonventionelle Märkte hervor, insbesondere in Südasien – einschließlich Bangladesch, Pakistan und Indien – und in Afrika.

Bei der Eröffnungszeremonie verlieh das Ministerium den Primaniyarta-Preis an herausragende Exporteure und regionale Führungskräfte sowie den Primaduta-Preis an internationale Partner, Mitglieder der Diaspora und indonesische Vertreter im Ausland. Mit dem Campuspreneur Award werden Studierende ausgezeichnet, die während der TEI 2026 die meisten Transaktionen durchgeführt haben.

TEI 2026 wird von Pertamina als strategischem Partner, Bank Mandiri als Bankpartner und BPDP als Event-Partner sowie Kadin Indonesia und LPEI unterstützt. Die Ausstellung wird von Debindo organisiert.

Cision View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/die-dynamik-der-41-handelsmesse-indonesien-fordert-exporte-und-steigert-die-wettbewerbsfahigkeit-der-produkte-302911373.html

AfD-Ausschussvorsitze im Fokus: CDU in der Zwickmühle zwischen Abgrenzung und Einbindung

08.10.2026

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.

Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.

Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.

Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.

In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.