40 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Shanghai und Hamburg gefeiert

14.10.2026

SHANGHAI, 14. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- Ein Nachrichtenbericht von german.shanghai.gov.cn

Bei einer kürzlich veranstalteten Feier zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Shanghai und Hamburg standen die Möglichkeiten im Mittelpunkt, auch künftig voneinander zu lernen und die Verbindung zwischen beiden Städten weiter zu stärken.

In vier Jahrzehnten tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels und wirtschaftlicher Transformation in beiden Ländern ist die Verbindung zwischen den Städten stetig enger geworden. Ausgehend von der wirtschaftlichen Zusammenarbeit umfasst sie heute auch den kulturellen und akademischen Austausch. Diese breit gefächerte Partnerschaft wurde kürzlich beim „Shanghai Abend" in Hamburg gefeiert.

Auf eine Präsentation des immateriellen Kulturerbes Shanghais folgten Ansprachen von Vertretern beider Städte, die die Verbundenheit würdigten und zugleich den Blick auf die weitere Entwicklung der Beziehungen richteten.

A guest experiences traditional Chinese tea art at the Shanghai Abend reception in Hamburg on Sept 2.

Diego Hu, Vizepräsident von Yuyuan Inc., sagte gegenüber China Daily, die Nachbildung des berühmten Yu-Gartens von Shanghai in Hamburg diene dem gegenseitigen Verständnis zwischen den beiden Städten und Ländern.

„2008 haben wir einen weiteren Garten in Hamburg errichtet, den wir als Brücke zwischen Shanghai und Hamburg bezeichnen", sagte er. „Jedes Jahr besuchen rund 200.000 Menschen den Hamburger Garten [...] um die chinesische Kultur kennenzulernen. Die Menschen brauchen eine Plattform, um mehr voneinander zu erfahren."

Stefan Matz, Leiter des Bereichs Internationale Investitionen bei Hamburg Invest, die Investitionen in Hamburg und der Region fördert, sagte, die Beziehung zwischen Shanghai und Hamburg habe sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer Partnerschaft auf Augenhöhe entwickelt. Dass beide Städte für die jeweils andere Seite als Tor zu einem neuen Kontinent dienten, verleihe ihrer Verbindung eine besondere Bedeutung.

„China lernt heute nicht mehr nur von Westeuropa. Europa, Deutschland und Hamburg, wir alle lernen auch von China. Genau darin sehe ich Zusammenarbeit und gegenseitigen Nutzen", sagte er. „Wenn Menschen aus der einen Stadt die andere besuchen, sind sie immer wieder beeindruckt. Menschen aus Shanghai staunen bei uns über die Größe der Stadt, und wenn wir nach Shanghai kommen, beeindrucken uns die Professionalität, das Tempo und die Bauentwicklung sehr. Ein Beispiel ist das U-Bahn-Netz mit seinen vielen Stationen, das in so kurzer Zeit entstanden ist."

Er würdigte zudem, dass sich die Beziehungen über ihre ursprünglich wirtschaftliche Basis hinausentwickelt hätten und inzwischen für Hamburg insgesamt von größerer Bedeutung seien.

„Hamburg hat nur acht Partnerstädte. Die Verbindung mit Shanghai steht deshalb nicht nur auf dem Papier, sondern wird aktiv gelebt und ist von einem intensiven Austausch geprägt", erklärte er. „Andere deutsche Städte sehen das und denken: ‚So etwas hätten wir auch gern.'"

Corinna Nienstedt, Leiterin des Staatsamts der Senatskanzlei Hamburg, sagte, die enge Beziehung zwischen Hamburg und Shanghai habe auch die Beziehungen zwischen Deutschland und China insgesamt unterstützt.

„Sie schafft Vertrauen und Verlässlichkeit. Das hilft nicht nur den Wirtschaftsbeziehungen, sondern auch dem kulturellen und politischen Austausch", sagte sie. „Wir sind Europas Tor zur Welt, und Shanghai erfüllt in China eine ähnliche Funktion. Deshalb haben wir viele Gemeinsamkeiten und viel Gesprächsstoff."

Sie ging auch auf den Wandel in den Beziehungen zwischen beiden Städten ein.

„Ich erinnere mich daran, wie die Häfen vor 30 Jahren miteinander gesprochen haben. Damals war das ganz anders: Sie wollten von uns lernen. Heute begegnen wir uns auf Augenhöhe, und dadurch hat sich auch die Qualität des Austauschs verändert", sagte sie.

In den vergangenen vier Jahrzehnten haben sich China und Deutschland sowohl im Innern als auch auf der Weltbühne grundlegend verändert. In einem globalen Umfeld, in dem sich vieles in kürzester Zeit wandeln kann, seien verlässliche Beziehungen wie die zwischen Shanghai und Hamburg daher umso wertvoller, sagte Nienstedt.

„Shanghai ist mit Abstand der größte Partner des Hamburger Hafens. Deshalb müssen wir wissen, mit wem wir sprechen, welche Geschäftsstrategien verfolgt werden und welche Wirtschaftspolitik China betreibt. Es ist wichtig, regelmäßig dorthin zu reisen, sich auszutauschen und mehr über China zu erfahren. Das ist einer der Gründe, warum uns diese enge Partnerschaft mit China so wichtig ist."

Klicken Sie auf den unten stehenden Link, um den Originalartikel zu lesen:

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Wissenschaftspakt zahlt sich aus: Rhein-Main- und Ruhr-Verbund rücken auf

08.10.2026

Die Exzellenzstrategie von Bund und Ländern stellt die Weichen für die nächste Förderperiode – und verschiebt die Gewichte im deutschen Wissenschaftssystem. Zu den bundesweit fünf neuen Exzellenzstandorten gehören die Technische Universität Darmstadt, die Goethe-Universität Frankfurt und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, die sich als Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) durchgesetzt haben. Ebenfalls erfolgreich waren in Nordrhein-Westfalen die Universität zu Köln sowie der Verbund Ruhr Innovation Lab aus TU Dortmund und Ruhr-Universität Bochum.

Für Hessen ist die Entscheidung ein Durchbruch: Erstmals tragen Universitäten des Landes ab 2027 den Titel „Exzellenzuniversität“. Die RMU-Allianz erhält nach Angaben des hessischen Wissenschaftsministeriums über sieben Jahre eine Förderung von insgesamt bis zu 155 Millionen Euro, finanziert zu 75 Prozent vom Bund. Wissenschaftsminister Timon Gremmels spricht von den ersten Exzellenzunis in Hessen und zugleich vom ersten länderübergreifenden Verbund in der Exzellenzstrategie. Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnet den Titel als Meilenstein für die Forschungslandschaft des Landes. Ein mittelhessischer Verbund aus den Universitäten Gießen und Marburg blieb im Wettbewerb dagegen ohne Erfolg.

Auch Nordrhein-Westfalen stärkt seine Rolle als Hochburg der Spitzenforschung. Neben der Universität Köln, die den begehrten Status nach einer früheren Förderphase von 2012 bis 2019 zurückerhält, steigt der Verbund aus TU Dortmund und Ruhr-Uni Bochum als Ruhr Innovation Lab in den Kreis der Exzellenzuniversitäten auf. Nach Angaben des Düsseldorfer Wissenschaftsministeriums baut das Land damit seine Führungsposition aus. Die Universität Bonn und die RWTH Aachen hatten ihren Exzellenzstatus bereits im Frühjahr verteidigt, sodass NRW künftig mit vier Standorten vertreten ist. Ministerpräsident Hendrik Wüst wertet dies insbesondere als Signal für die internationale Sichtbarkeit des Ruhrgebiets als Wissenschafts- und Innovationsstandort.

In Bonn gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und der niedersächsische Wissenschaftsminister Falko Mohrs als Vize-Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) neben den Standorten in Hessen und NRW auch die Universitäten Freiburg und Jena als neue Exzellenzunis bekannt. Für Einzeluniversitäten sieht das Programm Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr vor, bei Verbünden wie der Rhein-Main-Allianz oder dem Ruhr Innovation Lab können es bis zu 28 Millionen Euro sein. Damit wächst die Riege der Exzellenzuniversitäten, deren bisher neun Standorte – darunter Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe, München, Tübingen sowie die Berlin University Alliance – ihre Förderung bereits im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert hatten. Der Titel ist jeweils an regelmäßige Überprüfungen der Fördervoraussetzungen geknüpft.